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Der Bergentrip Part 1

Posted by on Juni 2, 2012

Heyho,
heute gibts mal ein bisschen was zu meiner Zeit in Bergen, welche jetzt auch schon wieder einen halben Monat zurück liegt (unglaublich wie die Zeit grade fliegt).
Generell kann ich über die Stadt schon mal sagen dass sie echt wunderschön ist und meiner Auffassung nach sehr viele Möglichkeiten bietet. Auch die Landschaft und die Möglichkeiten rundherum sind absolut hammer!
Allerdings muss ich sagen, dass das aufregenste an dieser Zeit nicht die Stadt selbst oder das drumherum war, sondern die Menschen die ich getroffen hab und das Überschreiten der zahlreichen Grenzen meines Horizonts. Ebenso hab ich es echt geliebt vier Tage komplett ohne “Termine” oder feste Wünsche vor mir zu haben. Ich konnte also zu hundert Prozent einfach in den Tag hineinleben und ohne nachzudenken einfach tun wozu ich grad Bock hatte. Nun aber zu meinen Schlüsselerlebnissen :)

Los ging das Grenzenverschieben schon bei der Anreise. Knapp 200 Kilometer Luftlinie zwischen Stavanger und Bergen, allerdings durch die völlig zerklüftete Küstenlandschaft Fjordnorwegens. Soll ich dafür den Zug mit 16 Stunden Fahrzeit über Oslo nehmen? Sicherlich nicht!
Nach einigen Stunden Internet standen dann die 30 Euro für das Schnellboot den 60 Euro für den Reisebus gegenüber.
Zugegeben ist 30 Euro für 200 Kilometer Schnellboot in Norwegen denke ich ein fairer Preis, allerdings hat mich irgendetwas dazu bewogen eine dritte Möglichkeit in betracht zu ziehen.
Zwei Wochen später stand ich dann also mit meinem mühevoll mit Papier beklebten und dann mit der Aufschrift “Bergen” versehenen Pappschild an der E 39, etwa 50 Meter vor einer Bushaltestelle und wartete auf mein Schicksaal.
Weiss ja nicht was ihr so für eine Meinung über das Trampen habt, aber ich bin mit der Meinung aufgewachsen, dass man zu 99 Prozent umgehend ausgeraubt und aufgeschlitzt wird, wenn man heutzutage noch einen Tramper mitnimmt. Das ist selbstverständlich der letzte Blödsinn! Man sollte natürlich nicht jeden mitnehmen aber die Lobbi normaler Reisender die sich trampend fortbewegen ist weit größer als man denkt. Entsprechend meiner Prägung hat mich diese Aktion aber ganzschön Überwindung gekostet, da man ja auch nie weiss bei wem man im Auto landet. Was dann passiert ist hätte ich mir allerdings selbst nie erträumt (wie so Vieles seitdem ich in Norwegen bin).
Angehalten hat nach ca. einer Stunde Wartezeit eine Mutter Anfang 30 mit ihren einjährigen Zwillingen (zuckersüß die beiden), welche heilfroh war, dass sie jetzt jemanden hat, der ihr mit ihren Kindern hilft :D
Von dem Moment an hatte sich dann auch meine Angst gelegt, in eingien Stunden in Einzelteilen in Mülleimern diverser Raststätten mein Ende zu finden. Sie meinte sie nimmt normalerweise auch keine Tramper mit aber ich sah so lieb und vertrauenswürdig aus, dass sie nicht anders konnte. Etwas skeptisch ob ich nicht doch vielleicht träume (weil es wirklich viel zu perfekt lief) wurde meine erste Tramperfahrung mit jeder Stunde besser. Abgesehen von der guten Unterhaltung mit ihr war ich sehr froh, dass sie sogar in eins bis nach Bergen durchfährt. Auch die zwei Fährfahrten hat sie mir spendiert, weil sie so froh war das ich die Kinder durch die Gegend getragen hab und auf sie aufgepasst hab, während sie die sanitären Einrichtungen besichtigte (ja sie hat mich mit den Kindern allein gelassen O.o). In Bergen angekommen hat sie mich dann noch zu ihren Schwiegereltern zum Essen eingeladen, welche auch total offen und gastfreundlich waren.
Danach fing sie dann an zu überlegen bei welchem ihrer Fruende sie mich für die Nacht einquartieren könnte :D Letztendlich hat sie aber Niemanden mehr erreicht und bei ihren Schwiegereltern (wo sie dann geblieben ist) empfand sie das für etwas zu viel des Guten (was ich auch gut verstehen kann). Dafür hat sie mich dann aber noch bis zur Jugendherberge gefahren (kam echt alles von ihr, ihr wisst wie zurückhaltend ich in solchen Situationen bin).
Eine unglaubliche erste Erfahrung mit dem Trampen (und das war noch nicht alles aber ich schreibe diesen Bericht ja chronologisch). Ich war echt sowas von glücklich :D
Ebenfalls war ich das erste mal in meinem Leben allein in einer Jugendherberge (im 18 Bettzimmer). Auch das war eine gute Erfahrung, allerdings völlig unspektakulär.
Nachdem ich dann um etwa 17 Uhr an der Jugendherberge angekommen war, entschied ich mich noch den Höchsten der sieben Berge die Bergen umsäumen (Ulriken, irgendwas mit 600 Metern hoch) zu erklimmen, um das gute Wetter noch ein wenig zu nutzen.
Der Berg war, wie sich beim Aufstieg herausstellte, sehr gut besucht (was denke ich am guten Wetter lag).
Oben angekommen gab es eine Wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt und ihre Umgebung.
Wieder bei der Jugendherberge angekommen, genehmigte ich mir dann noch ein großzügiges Abendbrot auf einem Felsen über der Stadt und schaute der Sonne beim verschwinden hinter den heraufziehenden Wolken zu. Danach gings dann nur noch völlig zufrieden unter die Dusche und ab ins Bett.
Was für ein Tag! Und da ich jetzt bereits seit zwei Stunden schreibe und merke wie viel es geworden ist, habe ich mich entschieden einen Zweiteiler aus der Bergengeschichte zu machen :) Ebenfalls ist es grad halb 5 Uhr morgens und ich hab echt wenig Lust weiter zu schreben :D
Also hier erstemal die Bilder vom ersten Tag:

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