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Der Bergentrip Part 2

Posted by on Juni 18, 2012

Heheyy,
da bin ich wieder mit dem Rest von meinem Bergenaufenthalt!
Als ich also am nächsten Morgen nach dem Aufwachen meine Augen in Richtung Fenster bewegte, war die erste Gewissheit des Tages, dass ich den heutigen Tag wohl mit typischem Bergenwetter beschreiten werde – grau, windig und nass.
Im weiteren Verlauf des Tages wurde das Wetter allerdings von Minute zu Minute interessanter.
Von Sonne und blauem Himmel, über Platzregen und Hagel, bis hin zum einheitlichen grau in grau,
welches sich dann am Abend wieder über die Stadt legte.
Auch wenn immer alle so rumflamen wenns regnet, war das meiner Meinung nach das perfekte Wetter um die Stadt zu erkunden (bis auf das schlichte grau am Abend). Aber es ist ja nunmal auch die Regenhauptstadt Europas, also hab ich sie quasi gleich von ihrer natürlichen Seite kennen gelernt.
Neben der Stadtbesichtigung bin ich dann noch mit Janne (mit der ich von Stavanger nach Bergen gekommen bin)
zu ein paar Freunden von ihr (die grössten Kletterwandbauer in Norwegen) gefahren um ne Runde an deren indoor-Kletterwand zu bouldern.
Da ich seit dem ich 10 bin keine Kletterwand mehr von oben gesehen hab, war das echt mal wieder ne lustige Angelegenheit :D
Den Abend haben wir dann zusammen in einer Bar verbracht, in welcher mir zum ersten mal bewusst wurde wie Snusverrückt die Norweger alle sind. Für alle die es nich kennen: Snus sind kleine Tabakpäckchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die man sich zwischen Oberlippe und Zähne schiebt und dann was weiss ich nich wie lang da kleben lässt. Dabei nimmt man das Nikotin über die Schleimhaut auf, was einen am Anfang schonmal ganzschön aussm Bild treten kann.
Naja, das dazu… Nachdem wir uns dann um 1 oderso verabschiedet haben bin ich in ner ziehmlich merkwürdigen Nobelkneipendiskolounge gelandet, die mit ebenso merkwürdigen Leuten angefüllt war. Nach etwa ner Stunde gingen mir die Musik und die Leute dann genug auf den Zeiger, um einfach nach “hause” zu gehen und zu schlafen.
Dabei fällt mir grad ein, dass ich ursprünglich für alle Nächte ausser der Ersten per Couchsurfing Übernachtungsgelegenheiten klar gemacht hatte. Allerdings hat mich die erste Person leider eiskalt versetzt warum ich dann auch die zweite Nacht wieder in der Jugendherberge verbrachte.
Die Couch, auf der ich dann durch die nächste Nacht gesurft bin, befand sich nicht weit vom Zentrum in der 20qm Wohnung von Sigbjorn und Gunnhilde (Studentenpärchen) mit denen ich ebenfalls ne super Zeit hatte :) Unglaublich wie klein Couch und Wohnung waren aber trotzdem war es superbequem und auch hier war wieder alles besser als ichs mir je erträumt hab (war mein erstes mal Couchsurfing)!
Verdient hab ich mir die Couch mittels Pionierarbeit fürs norwegische Volk^^ Das heisst ich konnts wieder nich lassen und hab mich nem Haufen relativ lustig aussehender Spanier angeschlossen, die mit witzigen Transparenten mit der Aufschrift “We are the 99%” durch die Stadt gelaufen sind, um die Ziele des Aktionstags 12. Mai in Bergen publik zu machen. Is echt krass in Norowegen. Die sind noch um ein vielfaches besser narkotisiert als die Deutschen.
Die einzigen Leute die uns überhaupt wahrgenommen haben, haben gefragt was das mit den 99 % überhaupt heissen soll und von Occupy hat sowieso noch nie irgendwer was gehört. Naja, Norwegen ebend.
Am Abend war ich dann zusammen mit meinen Couchgebern auf dem Geburtstag von Sigbjorns Cousine und danach inner Bar. Kleiner Tipp für alle die mal nach Bergen kommen: Die Türsteher fragen euch immer wie es euch geht und wenn ihr nicht schnell genug antwortet seid ihr prinzipiell zu voll und könnt draussen bleiben (beste Græsse an den Vogel vom Scottsman -.-).
Naja, war auf jedenfall ganz lustig gewesen :D
Am næchsten Tag bin ich dann in den feuchtfröhlichen Genuss einer Wanderung bei strömendem Regen gekommen. Nach ca. ner Stunde waren wir uns dann einig, dass wir erstens viel zu nass sind und zweitens viel lieber zuhause wären… Also gings wieder ab in die Wohnung, in der wir noch ne Menge interessanter Gespräche geführt und Bilder angeguckt haben.
In meiner unermesslichen Güte hab ich uns den Abend dann noch mit meinen Kochkünsten bereichert, worüber wir alle sehr erfreut waren :)
Für meinem letzten Tag in Bergen hatte ich mir zwei Optionen zurechtgelegt: Höchste Priorität hatte die Norway-in-a-Nutshelltour, bei welcher man mit Fähren, Bussen und Bahn für 10 Stunden lang quer durch die schönsten Fjorde, tiefsten Täler und höchsten Berge Westnorwegens gondelt (soll echt der absolute Bringer sein). Das hatte sich allerdings schnell erledigt, als ich gesehen hab, dass mich die Tour nicht (wie erwartet) 35 sondern 110 Euro kosten sollte. Das war mir für einen einzigen Tag dann doch etwas happig… Die zweite Option war dann einige Museen in Bergen abzuklappern (ja ich wollte allenernstes freiwillig Mussen besuchen^^). Da hab ich mich dann auch mega drauf gefreut, bis ich ziehmlich enttäuscht an jedem Scheissmuseum von der Eingangstür aufgehalten wurde, weil irgendson Trottel entschieden hat, dass alle Museen in Bergen am Montag Ruhetag haben müssen :(
Das letzte Register was ich dann gezogen hab war das Bergener Aquarium (ja, da kommen die Pinguine her…).
Das war letztendlich ganz nett aber leider auch ein bisschen meinen Erwartungen entsprechend… Auf der einen Seite super diese Tiere mal von nahem zu sehen, auf der andern Seite kann ich mir aber wirklich nich vorstellen, dass die Robben in ihrem 5mx10mx5m Schwimmbecken oder die Pinguine in ihrem 20m Ø Gehege das glücklichste Leben haben..
Auch die Kunststücke waren zwar irgendwie ganz nett aber so ernsthaft amüsiert hab ich mich trotzdem nich.
Mit anderen Worten: Der letzte Tag war nicht mehr ganz so der Bringer aber trotzdem okay..
Am Abend so gegen 23 Uhr gings dann mit dem Zug (nach ner Stunde fahrt dann mal wieder mit nem BackupBus) weiter nach Oslo und danach nach Andalsnes. Und was dann alles passiert ist erfahrt ihr in der nächsten Folge, wenn es wieder heisst…

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