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Welcome to the house of freedom!

Posted by on Juli 9, 2012

Zugegeben denkt man sofort an ne Sekte oder irgendetwas anderes wovon man lieber Abstand hält, wenn man eine Hausbeschreibung wie diese ließt. Und ich hab genau das Selbe gedacht als ichs zum ersten Mal sah aber die ganzen postitiven Rezensionen haben mich dann glücklicherweise dazu bewegt das Risiko auf mich zu nehmen, inner Absteige zu landen. Konnt mir ja auch egal sein, wenns mir nicht gefallen hätte, wär ich halt einfach weiter gezogen.
Also ab gings in das 2231-Seelenkaff Åndalsnes was hier allenernstes als Stadt gilt^^
Nachdem ich also mal wieder 16 Stunden in Bus und Bahn verbracht hatte begann es allmählich interessant zu werden. Der Himmel tief blau, die Berge wurden höher und felsiger und von Berg zu Berg lag mehr Schnee auf den Gipfeln. Das steigerte sich dann stetig bis mir irgendwann fast die Luft weg blieb (ich steh ja voll auf Berge undson Zeugs aber son krasses Gebirge hab ich echt im Leben noch nich gesehen). In der Stadt angekommen erwartete mich schon vom Bahnhof aus der wunderbare Blick über den kleinen Hafen und den tiefblauen Fjord, welcher von Bergen umsäumt ist, die mit ihren über 1500 Metern fast senkrecht in den Himmel ragen. Inmitten dieses Panoramas stand dann ein etwas kleinerer grinsender Mann mit Namen Edmund, welcher mit seinem Schnauzbart, dem kolumbianischen T-Shirt und den Turnschuhen zwar einen etwas merkwürdigen Eindruck machte, die “Kleinstadt im Nirgendwo”-Szenerie allerdings perfekt komplettierte.
Auch sein Pickup, der in Norwegen aufgrund seiner Größe schon nicht mehr als Auto sondern als LKW gilt, störte diese Szenerie wenig.

Aufgrund des mittelgroßen Kulturschocks war ich in der ersten Zeit zwar ziehmlich skeptisch was das “house of freedom” anging aber letztendlich hab ich mich dann doch relativ schnell gut eingelebt. Im Haus selbst habe ich dann mit 11 Leuten aus 10 verschiedenen Nationen zusammengelebt. Die etwa 10 Köche lass ich mal aussen vor, weil sie im Keller ihre eigene Welt und damit relativ wenig Kontakt mit uns hatten (im Haus). Dazu sei gesagt, dass es genau eine weibliche Köchin gab, der Rest der Einwohner war durch und durch maskulin. Das führte natürlich zwangsläufig zu einer unglaublich chaotischen Haushaltsführung und einem ebenso unglaublich vulgären Umgangston :D Aber auch wenn es ein wenig Eingewöhnung bedurfte, war es echt mit die geilste Zeit die ich in Norwegen hatte! Aufgrund der nicht vorhandenen Frauen (im Haus) und meisstens sehr tolleranten Recruits (Edmunds Betitelung für uns) gab es halt quasi nie Streit um irgendwas.

An dieser Stelle fällt mir grad ein, dass ich noch garnichts darüber geschrieben hab, was ich in Andalsnes eigentlich mache :D
Also prinzipiell gehören dem guten Edmund diverse Weihnachtsbaumfelder, ein Campingplatz, drei Restaurants und zwei Souvenirshops. Auf HelpX war zu 90 Prozent die Rede von Arbeit in der Weihnachtsbaumproduktion. Zu dieser Jahreszeit war für uns allerdings erheblich mehr in den Restaurants und den Souvenirshops zu tun, welche sich alle an der so genannten Trollstigen-Route befinden (touristisch meistbefahrendste Straße Norwegens). Die meisste Zeit verbrachte ich dabei mit Arbeit in den Souvenirshops und mit der Einrichtung und Wartung der Netzwerke in den Shops und Restaurants (unvorstellbar was die Norweger da IT-technisch abgeliefert haben). Da ich ja aber unbedingt immer so viel wie möglich sehen will, war ich auch für ein Paar Tage im Restaurant und ein paar Tage auf den Weihnachtsbaumfeldern.
Und wenn ich mal so auf die Zeit zurückschaue ist es echt unglaublich, was ich da so für Dinge gebracht hab O.o
Zum Beispiel war ich hier in Deutschland ja schon total am Ende, wenn der Arbeitstag mal 10 anstatt 8,5 Stunden gedauert hat… In Andalsnes waren es 30 Stunden die Woche für Unterkunft und Essen. Daraus ergibt sich in einer 5 Tagewoche ein Arbeitsaufwand von 6 Stunden Arbeit pro Tag. Mein längster Arbeitstag fand kurz vor der Neueröffnung eines Restaurants + Souvenirshop statt und ist mit 18 Stunden (bis morgens um 3) meine persöhnliche Bestleistung :D Und mit den 80 Stunden, die ich in der ganzen Woche zusammenbekommen hab, hab ich dann auch gleich noch nen neuen Hausrekord aufgestellt (Edmund ausgenommen, für den sind das ganz gewöhnliche Arbeitszeiten)^^ Generell war es halt nichts besonderes bis Nachts um 12 zu Arbeiten, weil es ja auch nie dunkel geworden ist, da hat man das garnicht so stark gemerkt…
Aber selbstverständlich waren wir da nicht nur mit Arbeiten beschäftigt, auch das ein oder andere Trinkgelage, diverse Tagesausflüge und unzählige kleine Aktionen haben den Aufenthalt in diesem Haus zum krönenden Abschluss meiner Norwegenreise gemacht! (danach kam dann ja noch der Jotunheimentrip aber dazu später mehr)

So thanks a lot for this fucking great time to all my norwegian, ukranian, czech, polish, spanish, french, english, estonian, bulgarian and uzbek friends! I really hope we will meet again soon ;)

Da ich diesen Eintrag dem Haus und seinen Bewohnern widmen möchte, kommen jetzt in erster Linie Bilder von uns und unserem Umfeld (Haus, Shops, Parties, etc…). Ein Post zum Thema “Meine Auslfüge in Andalsnes” und einer zum Thema “Jotunheimen – Mein letzter Trip in Norwegen)” kommen dann auch noch dazu :)

PS: Genaugenommen bin ich schon seit über ner Woche wieder in Deutschland, allerdings hat mein Laptop (inklusive der Bilder) mal wieder ne Ewigkeit für den Postweg gebraucht… Das wäre dann auch der Grund warum das hier alles so spät kommt >.<

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