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The days after Karratha

Posted by on Februar 25, 2014

Also wie gings weiter..
Nachdem ich mich in Karratha schweren Herzens von Ivy verabschiedet hatte, machte ich mich gemeinsam mit nem Typen, den ich auf ner Baustelle kennen gelernt hatte, und seinem Auto auf nach Broome. Angekommen musste ich mir natürlich erstmal was gönnen und zog ins teuerste Hostel der Stadt, welches eigentlich eher wie ein Wellnesshotel mit Mehrbettzimmern aussah :D
So superviel ist in Broome ansonsten auch gar nicht passiert. Hab im Prinzip die ganze Zeit damit zu gebracht am Strand/Pool rum zu chillen, die ein oder andere Sehenswürdigkeit an zu schauen, Leute kennen zu lernen und mich mit diesen dann zu betrinken. Quasi wien Pauschalurlaub!

Ne Woche später ging es dann mit zwei Franzosen und einem Engländer weiter in Richtung Kimberleys. Die Kinberleys sind ein Landstrich am nördlichsten Ende von Western Australia, welcher zwar größer als Deutschland ist aber trotzdem nicht mehr als 38 000 Einwohner beherbergt (wobei Deutschland unter Betrachtung der demografischen Prognosen da ja bestimmt auch bald hin kommt >.<). Wie auch immer, die Gegend da ist auf jedenfall ziehmlich unberührt und wild (mit Abstand der wildeste Teil meiner Australienreise) und das war geil! Alle möglichen Tiere tummeln sich hier, wobei für mich die rauhen Mengen an Fledermäusen und Krokodilen am einprägsamsten waren. Da es hier ausschließlich Schotterstrassen gibt, hatten wir natürlich einen Geländewagen und befuhren mit diesem die Gibb-River und der Kalumburu Road. Der sightseeingtechnsiche Höhepunkt unserer Reise waren die “Mitchell Falls”, welche aus drei recht großen kaskadierten Wasserfällen bestehen und schon ziehmlich weit ab vom Schuss lagen. Nachdem wir von diesen hinreichend entzückt waren, beschlossen wir auch noch eins zwei Tage im “beschaulichen” Kalumburu (einer Aboriginiecommunity) zu verbringen, welches wohl mit Abstand das Maximum an “ab vom Schuss” darstellt.
Hier haben wir dann erneut zu spüren bekommen, wie verheerend sich die Abwesendheit eines Wettbewerbsmarktes auf das Portmonai von Touristen auswirkt. In den beiden einzigen Shops der Stadt gab es fast ausschließlich abgelaufene Lebensmittel, bei welchen die Preisauszeichnungen auf misteriöse Weise abhanden gekommen zu sein schienen. Viel bequemer war es so für die Kassierer von uns das vierfache des eigentliches Preises zu verlangen. Nachdem wir dann alle unser Tetrapack Eiskaffee für jeweils 10 und Lucy ihr Päckchen Tabak für 50 Dollar aus dem Laden getragen hatten, konnten wir diese aber wenigstens so richtig genießen :D Dazu sei gesagt das die preisliche Akzeptanz für Kaltgetränke nach ner Woche ohne Kühlschrank oder Klimaanlage bei Temparaturen von über 40 Grad regelrecht durch die Decke schießt ;)
Naja, damit aber noch nicht genug. Als wir das Kaff dann wieder verlassen wollten, dafür allerdings noch mal tanken MUSSTEN, traf uns die Monopolistenkeule wieder direkt ins Gesicht. Der Besitzer der Tankstelle musste uns leider mitteilen das die Tankstelle für heute geschlossen ist aber am nächsten morgen könnten wir wieder tanken. Doof für uns da wir ja nirgends campen dürften (alles Aboriginieland) und das kostet natürlich richtig wenn man erwischt wird. So ein Glück das er den einzigen Campground der Stadt besitzt, da “könnten” wir ja für 25 Dollar pro Nacht pro Person bleiben wenn wir “wollen”. Nachdem wir dann am nächsten morgen für 3,10 Dollar pro Liter Diesel unseren Tank wieder voll gemacht hatten schworen wir uns lieber zu verrecken bevor wir wieder hierhin zurück fahren :D
Mal wieder eine sehr interessante Erfahrung, hab viel gelernt!
Da über die Hälfte der Bilder in diesem Post ausschließlich von diesem Ausflug sind, belass ichs jetzt mal dabei. Sein Ende fand der Trip nach ca. 2 Wochen in Kununurra, nem recht kleinen am Great Northern Highway gelegenen und von Krokodilen und besoffenen Aboriginies belagerten Örtchen.

Hier verbrachte ich noch nicht einmal eine Nacht bevor ich ein Mädel traf, welches mir anbot das ich mit ihr und ihren australischen Kumpels am nächsten Tag weiter nach Darwin fahren könnte (und angeblich auch Abends da wär). Gesagt getan wurde ich am nächsten morgen pünktlich um 10 von einem der Dudes am Hostel abgeholt. Als ich mich dann bei Ihm im Garten niederließ musste ich allerdings schnell erkennen, dass sein Kumpel ein wenig andere Pläne hatte. So gegen elf erwachte er, immer noch vollkommen besoffen aus seinem Koma und präsentierte sich mir mit nicht mehr als einer zerrissenen Jeansshorts und einem Schnürsenkel bekleidet. Ca. 10 selbst Gedrehte und gefühlte 947382928 “Fucks” später beschloss er auf zu stehen und Geld für den Sprit zu organisieren, den wir ja benötigen würden, um nach Darwin zu fahren. Als er dann irgendwann gegen 14 Uhr anstatt mit dem Geld nur mit Beschwerden über all diese “fucking idiots” auftauchte und anfing darüber zu philosophieren, an welchen Stellen er auf dem Weg nach Darwin für wie viele Tage mit welchen Leuten durchchillen wollte, bedankte ich mich nochmal recht herzlich für das Angebot und fuhr zurück zum Hostel. Irgendwie hatte ich zu dem Zeitpunkt einfach überhaupt gar keinen Bock drauf mit denen noch x Tage lang durch die Gegend zu eiern, falls wir denn überhaupt noch irgendwann loskommen sollten.
Die Wartezeit beim Trampen betrug dummer Weise ebenfalls mehrere Tage, da von hier aus saisonbedingt so gut wie niemand nach Darwin fuhr. Ich schluckte also all meinen Stolz runter und buchte den maßlos überteuerten Greyhoundbus, mit welchem ich am Abend des nächsten Tages wohl behalten in Darwin an kam.

Was kann man nun zu Darwin groß sagen… Die wohl höchste “betrunkene und verwahrloste Aboriginies”-Dichte der Welt (ja ich fands echt noch schlimmer als in AS), JEDEN abend Party (wie auf Malle) und bis auf den Stadtstrand ist alles voller Krokodile und Quallen. Auf Kakadu- und Litchfield nationalpark (wohl das Einzige wirklich geniale in der Gegend) hatte ich nach Karijini und den Kimberleys keine wirkliche Lust mehr. War halt am Ende der Kimberleys schon recht abgestumpft und wollte mir die Parks nicht damit versauen. Also hab ich im Prinzip das gemacht was in Darwin alle machen, mich nen paar Tage volllaufen lassen und Party gemacht :D Und die gute Paula aus der Western Beach Lodge (Perth) hab ich hier wieder getroffen! Als das dann zu langweilig wurde und ich kulturell alles abgegrast hatte, hab ich gedacht ich sollte vielleicht weiter gen Süden. Gesagt getan hab ich mir nen Wohnmobil für ne Relocation gemietet (man bekommt das Wohnmobil und etwas Spritgeld für lau und muss es dafür nur in X Tagen in einer anderen Stadt wieder abgeben), welches 8 Tage später in Adelaide auf nem Parkplatz zu stehen hatte!
Für diesen Trip hab ich mich mit 3 andern Deutschen zusammen getan, die genau wie ich einfach nur weg wollten aus Darwin. Und was auf den folgenden über 4000 km so alles passiert ist das erfahrt ihr….

…jetzt! Los ging das Drama schon als ich das Schiff abgeholt hab.. Also ich wusste ja das es nicht klein sein wird aber das es so riesig hätt ich auch nciht erwartet… Und das hat man dann auch am Verbrauch gemerkt: Wenn wir konstant 80 gefahren sind haben wir so knappe 15 Liter verbraucht! Insgesamt katapultierte das unsere Spritrechnung für den gesamten Trip von den hypothetischen 500 auf über 1200 Dollar! Naja, dafür wars halt Reisen auf höchstem Standard :D
Auf dem Weg gabs ausser Alice Springs, dem Ayers Rock und seiner Umgebung und der alten Opal-Miningstadt “Coober Pedy” eigentlich auch nicht viel zu sehen. Der einzige längere Stopp war beim Ayers Rock, den Olgas und dem Kings Canyon geplant (alles beim Rock). Da sich allerdings noch lange bevor wir dort ankamen der Turbo unseres Campers verabschiedete, hatten wir dann auch noch ein paar Tage in Alice Springs. Soweit ganz nett eigentlich, fand es jetzt nicht so schlimm wie viele es immer gemacht haben. Hier haben wir uns dann die Hauptstützpunkte einiger besonderer kultureller Instiutionen wie die School of Air (Onlineschule für Outbackkinder), die Royal Flying Doctors (sollte denke ich selbsterklärend sein) und die berühmte Telegraphenstation (der Ursprung der Stadt) zu Gemüte geführt und ne Menge im Freibad gegammelt! Vom Ayers Rock haben wir alle genau das bekommen was wir erwartet haben, einen ziehmlich großen Stein, nicht mehr und nicht weniger :D Entgegen allen meinen Befürchtungen haben wir das Wohnmobil dann auch trotzdem noch einigermaßen heil in Adelaide abgeliefert und alle waren glücklich!

Da ich zu diesem Zeitpunkt schon meinen Flug von Melbourne nach Hong Kong gebucht hatte, blieb ich nur für ein paar Tage in Adelaide. Abgesehen vom für meine damaligen Verhältnisse ziehmlich frischen Wetter fand ich das etwas schade, weil Adelaide mir vom Flair und dem Hostel in dem ich war echt sehr gut gefallen hat… Naja, dafür freute ich mich auch schon riesig auf Hong Kong :) Von Adelaide nach Melbourne bin ich dann mit nem ziehmlich interessanten Dude gefahren, dessen Lebensinhalt eigentlich nur aus Reisen, Snowboarden und Daytrading zu bestehen schien. Nach einigen ziehmlich guten Gesprächen mit ihm verabschiedeten wir uns dann in Melbourne wieder voneinander.

In Melbourne gab es eigentlich nur noch organisatorsiches zu erledigen und dann hab ich mich noch mit dem guten Jan getroffen. Seit der Grundschule miteinander befreundet und volle 10 Jahre zusammen in einer Klasse gewesen, hatten wir uns seid Jahren nicht mehr gesehen und jetzt mehr oder weniger durch Zufall traf man sich am anderen Ende der Welt. Das war schon witzig!
Und so endete mein unglaubliches Jahr in Australien dann auch. Davon, das ich wahrscheinlich gar nicht für so lange abwesend sein sollte, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung…

 

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